Prof. Karl Kaiser

Adjunct Professor of Public Policy, John F. Kennedy School of Government ;
Director, Program on Transatlantic Relations, Weatherhead Center for International Affairs, Harvard University

 

DA FIEL MIR EIN STUDENT AUF

Es war in Köln in den achtziger Jahren, als ich in Verbindung mit meiner Stellung als Direktor des Bonner Instituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik an der dortigen Universität  Politikwissenschaft lehrte, da fiel mir in den Lehrveranstaltungen ein Student auf, der häufig gute Fragen stellte und ungeniert nachfragte, wenn er mehr wissen wollte. Das war der junge Max Otte, dessen für deutsche (und vor allem westfälische) Verhältnisse völlig untypische Karriere – der meinen nicht unähnlich – ich dann mit grossem Interesse verfolgte.

Geglegentlich hatten wir Kontakt miteinander, als er über Princeton und Assistant Professorship an der Boston University wieder nach Deutschland zurueckkehrte und sich sich mit grosser Energie einen Namen als Erfolgsautor machte. Dass er den grossen Crash voraussagte, fand ich seinerzeit tollkühn, aber er behielt recht.
Als Börsianer und Unternehmer höchst erfolgreich – sogar durch Wahlen attestiert – ist er nun zu einer Figur der res publica geworden. Da freut sich sein Professor für Politikwissenschaft, dem er seinen „Privatinvestor“ kostenlos zustellt (die deutschen Studiengebühren waren ja auch im Gegensatz zu hiesigen Verhältnissen unbedeutend).
Mit Interesse lese ich, was er schreibt, teile nicht alles, was er zum Euro anmerkt, wohl aber seine ikonoklastischen Bemerkungen zu US Rating Agenturen, raffgierigen Banken, unverantwortlichen Tradern und Hedge Fund Managern und stupider Politik.
Chapeau! Nur weiter so!

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