Die 10 Kriterien der Königsanalyse im Überblick

1 Qualität des Geschäftsmodells

Ist das Geschäftsmodell verständlich und nachvollziehbar?

Hat das Unternehmen einen bekannten Massen-Markennamen?

Um als König interessant zu sein, ist in erster Linie schon ein bekannter Markenname wichtig, er schafft ein loyales Verhältnis. Bestimmte Produkte verbinden wir Konsumenten automatisch schon mit einem Markennamen. Man nimmt uns die Entscheidungen im Alltag ab, da wir im Normalfall bei „unserer“ Marke bleiben. Außerdem ist davon auszugehen, dass eine Marke, die heute einen hohen Bekanntheitsgrad hat, in nächster Zeit nicht vom Markt verschwindet.

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2 Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs

Produziert das Unternehmen billige Güter und Dienstleistungen des alltäglichen Bedarfs?
Drei Kriterien qualifizieren ein Unternehmen für einen Platz in den Top 20. Die Produkte sollten leicht zu produzieren sein und es sollte dafür wenig Kapital benötigt werden. Weiter sollten die Produkte regelmäßig gekauft werden, am besten im „Vorbeigehen“. Dies erklärt den Erfolg von Unternehmen im Bereich Fast Food oder Softdrinks. Außerdem sollte das Produkt billig sein, da auf diese Art der Käufer kaum über einen Kauf oder eine Preisverhandlung nachdenkt, sondern häufig einfach zugreift.

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3 Nachhaltige Wettbewerbsvorteile

Ist das Unternehmen führend in seiner Branche?
Bestehen Netzwerkeffekte?
Die Könige dominieren ihre Branche nicht ohne Grund. Sie haben es geschafft, einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu etablieren. Neben einem starken Markenname kann ein nachhaltiger Wettbewerb auch aus einem Netzwerkeffekt bestehen. Auch die Marktführerschaft ist ein wichtiges Indiz für einen langfristigen Netzwergeffekt? Es ist viel einfacher mit der Nummer eins einer Branche lukrative Renditen zu erzielen, als mit der Nummer zwei oder drei.

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4 Wachstumspotenzial der Branche

Handelt es sich um eine stabile Branche mit guten Wachstumsaussichten?
Hat das Unternehmen in seinen bestehenden Geschäftsfeldern gute Wachstumsaussichten?

Das Unternehmen soll sich in einer bereits etablierten und überschaubaren Branche befinden, die jedoch immer noch das Potenzial hat, weiterhin zu wachsen. Dabei sollte sie sich jedoch nicht verändern.

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5 Qualität des Managements

Wird das Unternehmen von ehrlichen und kompetenten Managern geführt?
Handelt das Management im Interesse der Anleger?

Je mehr sich ein Unternehmen auf wenig Produkte konzentriert, desto leichter ist am Jahresende, auch für den Privatinvestor, zu erkennen, wie viele von seinen Produkten ein Unternehmen verkauft hat. Dies zeigt sich gerade im Bereich Softdrinks. Schwieriger wird es bei Unternehmen z.B. aus dem Finanzbereich. Aber auch hier gilt: ein fokussiertes Management bietet Vorteile. Der Trend immer mehr verschiedene Geschäftsfelder unter ein Dach zu bringen, gehört der Vergangenheit an.

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6 Ergebnismargen

Erwirtschaftet das Unternehmen hohe Bruttomargen / hohe Gewinnmargen?
Können die Margen langfristig beibehalten werden?
Die besten Unternehmen der Welt schaffen es tatsächlich Bruttomargen von 40 Prozent und Nettomargen von 20 % zu erzielen. Genau auf diese Firmen setzt die Königsanalyse® von Prof. Otte. Überdurchschnittlich sind aber auch noch Margen von 30 bzw. 15 Prozent. Wichtig ist jedoch dabei, dass bei den deutschen Blue Chips keiner auch nur in die Nähe dieser Vorgaben kommt. Daher finden sich bei den Königsaktien nicht nur Aktien aus Deutschland, die Königsanalyse® geht global vor und sucht weltweit nach den besten Unternehmen.

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7 Gewinnwachstum

Kann das Unternehmen möglichst über fünf Jahre ein kontinuierliches
Gewinnwachstum aufweisen?
Ein Unternehmen kann nur wachsen, wenn auch die Gewinne wachsen. Dabei ist es wichtig, dass der mittelfristige Trend nach oben zeigt. Die Königsanalyse® bevorzugt hier vor allem Unternehmen, die in den vergangenen fünf Jahren den Gewinn um möglichst 15 Prozent pro Jahr gesteigert haben. Hier steht ganz klar die Kontinuität im Vordergrund: Steigen die Gewinne von Jahr zu Jahr, so ist das für uns ein klares Zeichen, dass hier etwas richtig gemacht wird. Diese Investition wird sich auf lange Sicht auszahlen.

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8 Gewinnthesaurierung

Wie verwendet das Unternehmen seine einbehaltenen Gewinne?
Verzinsen sich die einbehaltenen Gewinne angemessen?
Gewinne erzielen ist eine Sache. Was ein Unternehmen mit dem Gewinn aber anfängt, ist ein ganz anderes Thema. Wenn sich das Unternehmen entschließt 50 Prozent oder mehr des Gewinns einzubehalten, dann muss sich das für den Aktionär auch lohnen. Die Faustregel dabei: die einbehaltenen Gewinne zur weiteren Expansion sollten sich mit mindestens 15 Prozent verzinsen.
Dieses Kriterium ist erfüllt, wenn die Gewinnsteigerung 15 Prozent der einbehaltenen Gewinne des Vorjahres erreicht oder übersteigt.

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9 Cashflow-Marge und Sachinvestitionen

Erwirtschaftet das Unternehmen einen hohen operativen Cashflow?
Ist die Sachinvestitionsquote gering?
Ganz entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens ist auch die Cashflow-Marge. Dahinter verbirgt sich der Geldfluss im Unternehmen, also die Finanzmittel, die dem Unternehmen aus dem laufenden Geschäft zugehen. Lukrativ sind hier Unternehmen, die eine operative Cashflow-Marge von mehr als 20 Prozent erzielen.
Im direkten Zusammenhang dazu stehen die Sachinvestitionen. Diese sollten nicht höher sein als 40 Prozent des Cashflows. Die Königsanalyse® konzentriert sich hierbei auf Unernehmen, die kräftig wachsen, da sind hohe Sachinvestitionen hinderlich. Es gilt: Je größer der Anteil, den ein Unternehmen in Sachinvestitionen stecken muss, desto geringer ist wiederum der freie Cashflow, der letztlich den Unternehmenswert bestimmt.

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10 Eigenkapital und Eigenkapitalrendite

Verfügt das Unternehmen über eine stabile und ausreichende Eigenkapitalquote?
Ist die Verzinsung des Eigenkapitals angemessen?
Grundsätzlich bevorzugt Prof. Otte mit der Königsanalyse® Unternehmen mit einem hohen Eigenkapitalanteil, denn das erhöht die Flexibilität. So können Übernahmechancen schnell genutzt werden.
Ein hohes Eigenkapital allein ist noch kein Qualitätskriterium. Dieses Eigenkapital muss auch eine ordentliche Verzinsung aufweisen. Es gibt Unternehmen, die schaffen eine Eigenkapital-Rendite von mehr als 25 Prozent. Dabei ergibt sich die Eigenkapital-Rendite, in dem der Bilanzgewinn durch das Eigenkapital geteilt wird.

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